GRÜNE erfreut über Ratsbeschluss: Sankt Augustin beteiligt sich an Energieagentur Rhein-Sieg

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Fraktion im Rat der Stadt Sankt Augustin
Pressemitteilung, 15.03.2018

Die Sankt sharepic-energieagenturAugustiner GRÜNEN freuen sich über den Beschluss des Stadtrates vom 14. März, mit dem der Weg frei ist für eine Mitgliedschaft der Stadt Sankt Augustin in der neuen Energieagentur Rhein-Sieg e.V. Die Energieagentur wurde auf Basis der Koalitionsvereinbarung von CDU und GRÜNEN im Kreistag ins Leben gerufen und befindet sich nun im Aufbau. Die Beschlussvorlage der Sankt Augustiner Verwaltung war zuvor in den städtischen Ratsgremien ein halbes Jahr lang vertagt worden.

GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Martin Metz:

„Endlich geht Sankt Augustin auch hier voran in Sachen Klimaschutz und Verbraucherberatung. Kommt die Energieagentur, dann kommt auch eine umfassende neutrale Energieberatung aller Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Das ist gut für das Portemonnaie und den Klimaschutz. Und noch besser: Durch öffentliche Förderung kostet das die Stadt in den nächsten Jahren überhaupt nichts. Die ebenfalls im Aufbau befindlichen Stadtwerke Sankt Augustin / EVG werden eingebunden. Und wenn es doch nicht klappt, kann die Stadt immer noch aus dem Verein austreten.“

Vor allem der zweite Ansatz der Energieagentur neben der Verbraucherberatung sorgte jedoch im Rat für Diskussionen. Denn die Energieagentur wird mit dem Energiemanagement auch optional die Möglichkeit bieten, dass für die Kommunen ein Energie-Monitoring durchgeführt und Einsparvorschläge erarbeitet werden. Das soll im Rahmen separater Verträge auch mit Vergütung der Agentur erfolgen. Dies wurde von einigen Ratsfraktionen besonders kritisch hinterfragt, auch wenn diese Möglichkeit noch ganz am Anfang steht und sowieso unter dem Vorbehalt politischer Zustimmung steht.

Martin Metz:

„Ob die Stadt Sankt Augustin den Baustein Energiemanagement nutzt, wird noch zu entscheiden sein und hängt auch von den Verträgen ab. Wenn andere Fraktionen dazu Fragen haben, ist das natürlich berechtigt. Auch GRÜNE werden da natürlich kritisch hingucken, auch auf den mittelfristigen und langfristigen Erfolg des Projekts insgesamt. Aber deutlich wurde im Rat, dass Möglichkeiten nicht schaden. Effizient mit Energie umzugehen ist technisch komplex und verlangt Know-how, da macht Zusammenarbeit grundsätzlich Sinn. Das gilt für die Bürgerinnen und Bürger wie für die Stadt selbst. Alle rufen immer nach interkommunaler Kooperation, aber wenn es hart auf hart geht, dann sind die Bedenken manchmal wieder sehr groß. Wir GRÜNE sind erfreut, dass sich schlussendlich im Rat die fortschrittlichen Kräfte durchgesetzt haben, die bei Energiewende und Klimaschutz mehr auf die Chancen schauen als auf vermeintliche Risiken.“

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