S 13: Bundesregierung ohne Plan für 2. Bauabschnitt und Knoten Troisdorf

Irritiert reagieren die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Katrin Uhlig aus Bonn und der GRÜNE Landtagsabgeordnete Martin Metz aus dem Rhein-Sieg-Kreis auf die Antworten der Bundesregierung auf Fragen zum weiteren Vorgehen bei der S 13.

Der erste S13-Bauabschnitt zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel soll während der Generalsanierung der Rechten Rheinstrecke bis Dezember fertig werden. Dann beginnt ein Vorlaufbetrieb zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel. Dieser wird, mit einem dank Einsatz der GRÜNEN überarbeiteten Betriebskonzept, erste Angebotsverbesserungen für Beuel und Vilich bringen.

Aber wie geht es danach weiter? Schließlich soll die S 13 doch einmal bis Bonn-Oberkassel verkehren. Und wenn sowohl auf Siegstrecke als auch auf der Rechten Rheinstrecke ein angemessenes Angebot gefahren werden soll, ist dafür eine Einfädelung („Überwerfungsbauwerk“) in Troisdorf erforderlich. Erst damit kann die neue Schienenstrecke ihr Potenzial vollständig abrufen.

Daher hat Katrin Uhlig MdB bei der Bundesregierung nach konkreten Zeitplänen für den 2. Bauabschnitt und den Knoten Troisdorf gefragt. In einer Antwort vom 21. April kann oder will das Bundesverkehrsministerium dazu faktisch keine Aussagen treffen.

Katrin Uhlig MdB: „Seit 2010 gilt Baurecht für den Abschnitt Beuel bis Oberkassel. Und nun im Jahr 2026 soll das Verfahren zur Änderung der Pläne eingeleitet werden. Der 2. Bauabschnitt S 13 ist für Bonn extrem wichtig, mit Anbindung der Arbeitsplatzschwerpunkte in Ramersdorf und Oberkassel, und auch zur Verknüpfung mit der geplanten Seilbahn. Da ist es ein Offenbarungseid, wenn die Bundesregierung bei diesem herausragenden Projekt immer noch keinen konkreten Zeitplan nennen kann. Die Fertigstellung soll wohl auf Sankt Nimmerlein verschoben werden.“

Genauso wenig sicher ist offenbar die geplante Baumaßnahme im Knoten Troisdorf. Erst mit ihr wird auf der S 13 ein 20-Minuten-Takt plus Regionalzüge möglich sein.

Martin Metz MdL: „Das Bundesverkehrsministerium erklärt lapidar, dass der Umbau in Troisdorf Teil des Bundesverkehrswegeplanes ist und die Finanzierung der Vorplanung gesichert ist. Das ist bekannt. Warum kann die Bundesregierung keine Zeitschiene für weitere Planungen und den Bau nennen? Warum gibt es keine klare Aussage, dass der Bau finanziell abgesichert ist? Liegt es daran, dass die Bundesregierung Gelder aus dem Sondervermögen zweckentfremdet und bei der Schiene spart?“

Uhlig und Metz sind sich einig: „Die S13 ist extrem wichtig für eine umweltfreundliche Mobilität in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Die Bundesregierung darf die Fertigstellung der S 13 nicht aufs Abstellgleis schieben. Sie muss endlich klare Zeit- und Finanzierungspläne vorlegen.“