GRÜNE begrüßen Ankündigung der DB, die Sperrung der Linken Rheinstrecke in 2028 für umfassende Sanierungen zu nutzen

Dass die „Korridorsanierung“ der linksrheinischen Bahnstrecke zwischen Köln und Koblenz in 2028 unverändert kommen soll, ist auch vor allem dem entschlossenen gemeinsamen Vorgehen der Verkehrspolitiker in der Region zu verdanken. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und die GRÜNEN haben sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um gegenüber dem Bundesverkehrsminister und der DB Druck zu machen.

Die zwischenzeitlich angedachte Verschiebung der Korridorsanierung wäre für die Region eine Katastrophe gewesen. Denn: Abschnittsweise gesperrt werden muss die Strecke sowieso.

Martin Metz, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN aus dem Rhein-Sieg-Kreis: „Es wäre ja ein Stück aus dem Tollhaus gewesen, die sowieso notwendigen Sperrungen nicht für weitere Baumaßnahmen zu nutzen und dann später nochmal zu sperren. Außerdem kann mit der Sanierung hoffentlich die Qualität der Infrastruktur zeitnah verbessert werden. Es ist gut, dass sich NRW-Minister Krischer in der Sache so stark gemacht hat.“

„Gravierend wäre auch die Änderung in der Finanzierung der Schienenersatzverkehre (SEV) gewesen, sowie der zusätzliche höhere finanzielle Aufwand durch die häufigere Sperrung.“, erklärt Ingo Steiner, Fraktionsvorsitzender für die GRÜNEN im Zweckverband go.rheinland und Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Rhein-Sieg. „Bei der Korridorsanierung wird der SEV zu 50% vom Bund finanziert, in den anderen Fällen muss er von go.rheinland finanziert werden. Das hätte dazu geführt, dass dieses Geld für andere wichtige SPNV-Projekte fehlen würde.“

Die GRÜNEN wissen: Die Sperrung in 2028 wird so oder so für die Fahrgäste eine erhebliche Herausforderung. Die Ersatzverkehre müssen bestmöglich abgestimmt werden, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Im Rahmen der Korridorsanierung ist auch der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Bornheim-Roisdorf vorgesehen. Es muss weiter darauf geachtet werden, dass dieses auch so erfolgt. Insbesondere auch deswegen, weil damit auch die Umsetzung weiterer Projekte am Bahnhof Roisdorf durch die Stadt Bornheim geplant sind, wie die Einrichtung einer Mobilstation. „Auch wenn wir durch diese aktuelle Mitteilung erstmal erleichtert sind, werden wir weiter drauf achten, dass im Rahmen der Korridorsanierung die für die Region wichtigen Maßnahmen auch umgesetzt werden.“, erklären Martin Metz MdL und Ingo Steiner abschließend.