GRÜNE Abgeordnete aus Bonn/Rhein-Sieg: Jahrelange Vollsperrung der Nordbrücke ist ein schwerer Schlag für die Region – 1:1 Ersatzneubau der Vorlandbrücke als schnellster Weg

Bundesverkehrsminister Schnieder (CDU) und die zuständige Autobahn GmbH des Bundes haben sich zu den weiteren Perspektiven für die gesperrte Bonner Nordbrücke geäußert.

Dazu erklären die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Katrin Uhlig aus Bonn und die GRÜNEN Landtagsabgeordneten Tim Achtermeyer, Dr. Julia Höller und Martin Metz aus der Region Bonn/Rhein-Sieg:

„Die Nachricht, dass die Nordbrücke selbst eingeschränkt nicht wieder geöffnet werden kann, ist ein schwerer Schlag. Vor uns stehen mindestens zweieinhalb Jahre massivste Einschränkungen. Der Bund als Verursacher ist in der Verantwortung, die Region bei der Bewältigung der Verkehrsprobleme zu unterstützen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat bereits deutlich gemacht, die Region mit dieser Lage nicht allein zu lassen und im Rahmen eigener Zuständigkeit zu unterstützen. Alle Beteiligten haben nun mehr Klarheit und können sich koordinieren und Baumaßnahmen abstimmen. Um die Verkehrslage beherrschbar zu machen, müssen vor allem Bus, Bahn und Radverkehr gezielt gestärkt werden.

Wir Grüne haben zuletzt deutlich gemacht, dass nicht der Autobahnausbau Priorität haben muss, sondern die schnellstmögliche Wiederherstellung der Verbindung. Nach anfänglicher Ablehnung ist man offenbar bei Bund und Autobahn GmbH dann doch zu dem Ergebnis gekommen, dass ein 1:1-Ersatzneubau der Vorlandbrücke tatsächlich der einfachste und schnellste Weg ist. Diesen Sinneswandel begrüßen wir ausdrücklich. Wir setzen darauf, dass der Bund mit seiner Autobahn GmbH den ambitionierten Zeitplan für die Vorlandbrücke halten und die Verbindung in gut 2 Jahren wieder stehen wird.

Zwar rückt der Bund vom langfristigen Ziel eines breiteren Ausbaus nicht ab. Wir werden aber auch dann in den weiteren Planungen gerade im Bund darauf drängen, dass der komplette Ersatzneubau möglichst schlank und flächenschonend erfolgt. Mit dem heutigen Tage sind die Chancen dafür deutlich gestiegen.“