Der Hauptausschuss des Zweckverbands go.rheinland hat am 13. November ein Betriebskonzept für die Rechte Rheinstrecke und die Siegstrecke beschlossen, das Ende 2026 starten soll. Der Beschluss muss noch von der Verbandsversammlung am 27.11. bestätigt werden. Zudem stehen noch Prüfungen durch die Deutsche Bahn aus.
Das neue Betriebskonzept dient als Übergangslösung bis die Infrastruktur-Voraussetzungen für den Vollbetrieb von S 12, S 13 und S 19 geschaffen werden, insbesondere in Troisdorf und in Köln.
In einem ersten Schritt sollen ab Ende 2026 zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel vier Züge fahren: Ein schneller RE8, eventuell mit Halt in Vilich, eine durchgehende RB 27 und eine S 12, die auf der neuen S-Bahn Trasse alle Haltepunkte bedienen und direkt nach Köln verkehren, sowie eine Pendel-Bahn zwischen Beuel und Troisdorf. Dafür wird stündlich eine Fahrt der S12, die bislang in Hennef endet, zukünftig in Troisdorf Richtung Beuel umgelegt. Da diese S12 nah an der RE9 liegt und diese dann mit höheren Kapazitäten gefahren wird, werden die Nachteile auf ein Minimum reduziert.
Abhängig vom weiteren Verlauf von Baumaßnahmen in der Region und tieferen Prüfungen ist noch ein weiterer Schritt zur Umgestaltung der S-Bahnen möglich.
Ingo Steiner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Rhein-Sieg:
„Für die Rechte Rheinstrecke bringt das Konzept ab Ende 2026 deutliche Verbesserungen: Statt zwei Zügen werden es vier, Bonn-Vilich wird gut bedient, und Menden und Friedrich-Wilhelmshütte behalten zwei stündliche Direktverbindungen nach Köln. Dafür wird die Zuganzahl zwischen Hennef und Troisdorf von sieben auf sechs in der Stunde moderat verringert. Das Angebot im Oberen Siegtal bleibt gleich. Angesichts der Rahmenbedingungen ist das ein guter Kompromiss und ein echter Fortschritt gegenüber den ursprünglichen Betriebsplänen.“
Martin Metz, GRÜNER Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtags:
„Zwischenzeitlich sollte der Bau bis Bonn-Beuel auf 2028 geschoben werden. Und dann sollte ein Betriebskonzept greifen, das für Menden und Friedrich-Wilhelmshütte sogar Verschlechterungen ergab. Aber Druck wirkt! Der Bau bis Bonn-Beuel wird nun Ende 2026 fertig und dann startet ein Betrieb mit den dringend nötigen Verbesserungen. Dafür haben wir GRÜNE uns massiv eingesetzt. Auch wenn die finale Bestätigung noch aussteht: Wir sind auf einem guten Weg, den Öffentlichen Verkehr in der Region Bonn/Rhein-Sieg weiter zu verbessern. Dafür gebührt allen Beteiligten, gerade auch go.rheinland und der Deutschen Bahn Dank.“
Ingo Steiner und Martin Metz sind sich einig, dass dieses Betriebskonzept nur eine Übergangslösung sein darf bis zur vollständigen Umsetzung der Ausbaumaßnahme S13 bis Bonn-Oberkassel mit einem Überwerfungsbauwerk in Troisdorf. Hier werden sich die GRÜNEN weiterhin auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass diese Maßnahme so schnell wie möglich fertiggestellt wird, damit sowohl auf der Rheinstrecke wie auch auf der Siegstrecke ein Vollbetrieb mit drei S-Bahn-Linien gefahren werden kann.
